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Pellets erzeugen Strom!

Mai 20, 2026

Pellets-BHKW Versuchs- und Demonstrationsanlage

Mikro-BHKW:  10 kW Wärme und 1 kW Strom aus dem Pelletskessel

 

Eine Information der Frauscher Motors Forschung und Entwicklung

Strom aus fester Biomasse

Seit Beginn unserer Motorenforschung im Jahre 2001 ist die Anwendung unserer Generatoren in einer Biomassefeuerung ein erstrebenswertes Ziel, das wir nie aus den Augen verloren haben. Umso größer war die Freude, als wir Ende März 2026 einen entsprechend adaptierten Pelletkessel mit integriertem Wärmemotor erfolgreich in Betrieb nehmen konnten. Immerhin bietet die dezentrale Erzeugung von Strom und Wärme aus Holz nicht nur einen hohen Stellenwert an Nachhaltigkeit, sondern auch ein Höchstmaß an Versorgungssicherheit. Die Wertigkeit jedes Pelletslagers erfährt damit eine erhebliche Steigerung, zumal ein beachtlicher Energievorrat an Wärme und Strom problemlos eingelagert und bedarfsgerecht abgegeben werden kann. Die Ergänzung fehlender Photovoltaik-Energie in den Wintermonaten spielt dabei eine zunehmende Rolle, wie sich an zahlreichen Anfragen von interessierten Immobilien-Besitzern messen lässt.

Die Herausforderung: ein zuverlässiges Generatormodul und die Schnittstelle zur Feuerung

Dass es 25 Jahre bis zur Erfüllung des Zieles dauern wird, war seinerzeit nicht absehbar und der Herausforderung geschuldet, dass wir zunächst einen geeigneten Heißgasmotor einhergehend mit einem neuen thermodynamischen Verfahren entwickeln mussten. Den steinigen Weg bis dahin haben wir im letzten Newsletter versucht zu skizzieren.

Eine zweite Hürde stellen die speziellen Eigenheiten einer Biomassefeuerung dar, die sich bei weitem nicht mit den Anforderungen einer standardisierten Wärmemaschine decken. Die Aschefracht in den Rauchgasen, der hohe Modulationsbereich moderner Heizkessel und die Beherrschung von Hochtemperaturkorrosion seien nur stellvertretend genannt. Wir analysierten die Schwachstellen und entwickelten Lösungen für einen zuverlässigen Betrieb. Beispielsweise sorgt die Einrichtung einer automatischen Reinigung der Wärmetauscher Flächen im Zusammenwirken mit unserer innovativen Leistungsmaximierung (MPP-Tracking) für die höchstmögliche elektrische Energieernte aus dem jeweiligen Wärmeangebot der Feuerung.

Bei Betrachtung der Herausforderungen ist auch auf den äußerst sensible Heizungsmarkt einzugehen. Hier spielen die Verfügbarkeit und der Aufwand für Wartung und Instandhaltung als Faktoren für die Wirtschaftlichkeit eine tragende Rolle. Wir haben daher unsere Generatormodule bereits auf ein Wartungsintervall von 10.000 Stunden Betriebszeit getrimmt. Die Versuchsanlage auf dem Prüfstand sollte ergänzend dazu über das Langzeitverhalten der Schnittstelle zur Feuerung, im speziellen über die Haltbarkeit des Erhitzer-Wärmetauschers Aufschluss geben.

Nachrüstung bestehender Pelletskessel nicht zu empfehlen

Zum Leidwesen zahlreicher Interessenten und Anwender von Pellets- oder Holzvergaser-heizungen möchten wir an dieser Stelle nachdrücklich davon abraten, einen vorhandenen Kessel mit unserem Generatormodul auszustatten. Abgesehen vom Verlust des Konformitätsstatus hätte ein solcher Eingriff Auswirkungen auf die Abgasqualität bis hin zur Gefahr von Verpuffungen oder Bränden.

Unsere Botschaft richtet sich vielmehr an Hersteller von Biomassekessel, um gemeinsame Projekte zur Abstimmung der Feuerung auf die Anforderungen der Wärmemotoren anzuregen. Das Verhältnis Strom zu Wärme sollte dabei zugunsten der elektrischen Energie maximiert werden.

Wir bieten dazu die Generatormodule Gen70xx mit 1,0 kW elektrischer und 3 kW thermischer Leistung einschließlich Zubehör an. Ab Spätherbst sind Generatormodule mit 5 kW el. verfügbar, die bereits jetzt auf den Prüfständen im Dauerbetrieb getestet werden. Die neuen Generatoren sind neben dem Einsatz in Pelletsfeuerungen auch für Hackschnitzelfeuerungen vorgesehen.

St. Marienkirchen im Mai 2026

gez. Josef Frauscher

CEO-Frauscher Motors

© Frauscher Motors GmbH

Bild: Frauscher Motors